Im Alltag ohne Girokonto
Unser Leben wir immer mehr virtuell. Geld existiert kaum noch in gedruckter Form, sondern nur noch als Zahlen im Computer. Lediglich 3% aller US-Dollar, die in den USA im "Umlauf" sind, existieren auch wirklich auf Papier zum Anfassen. Ohne Girokonto ist das Leben heutzutage nur noch schwer zu meistern. Das System ist auf bargeldlosen Verkehr umgestellt. Als Teil vom System gehört, wird man ohne Girokonto schnell zum Außenseiter.
In Deutschland wird trotzdem noch sehr viel mit Bargeld bezahlt. Im Restaurant, beim Friseur, kleine Einkäufe im Supermarkt, den Busfahrschein oder das Museum, zahlen die Deutschen immer noch in bar. Das ist in anderen Ländern Europas und den USA bereits komplett anders. Dort geht es nur noch über Geldkarten. Bargeld ist out. Es ist gefährlich da es Verbrecher anzieht und kann leicht gefälscht werden. Der Trend weg vom Cash wird auch in Deutschland stärker werden. Es wird immer schwerer werden ohne Girokonto zu leben. Menschen ohne Girokonto haben es schwer Arbeit zu finden, sich irgendwo für eine kostenpflichtige Leistung anzumelden oder sich selbst zu versorgen. Kein Arbeitgeber Deutschlands zahlt seinen Angestellten heutzutage den Lohn in bar aus. Ein Girokonto ist Pflicht. Bin ich auf der Suche nach einer Wohnung, will der Vermieter spätestens zur Unterzeichnung vom Mietvertrag meine Bankverbindung wissen. Ohne Girokonto platzt der Deal. Viele Firmen sehen das Girokonto als Sicherheit an. Ein Konto kann man im Notfall pfänden, falls der Kunde seine Rechnungen nicht bezahlt und der Gläubiger einen Titel erhält. Kunden ganz ohne Girokonto scheitern bei fast allen Unternehmen bereits an der Türschwelle. Versuchen Sie doch mal einen Stromvertrag ohne Girokonto abzuschließen, einen Telefonanschluss ohne Girokonto zu beantragen oder Kabelfernsehen ohne Girokonto zu bekommen.
Es ist traurig aber wahr. Wir sind von den Banken abhängig geworden. Ohne Girokonto kann man quasi nicht mehr richtig am Leben teilnehmen. Dadurch, dass alle ein Konto brauchen, müssen viele die Bedingungen der Banken in Kauf nehmen um ein Girokonto zu erhalten. Oft wird nur ein Girokonto auf Basis von Guthaben bewilligt. Der Inhaber kann nur das ausgeben, was er vorher selbst eingezahlt hat. Für dieses Guthabenkonto wird dann noch monatliche Kontoführungsgebühr verlangt. Dabei gibt es viele Girokonten die kostenlos und besser sind. Beispielsweise das DKB Girokonto oder das Netbank GiroLoyal haben keine monatliche Kontoführungsgebühren. Diese Konten ohne Gebühren, wären für problematische Kunden ohne Girokonto, viel besser als ein Guthabenkonto das kostet. Das Konto sollte man sich unbedingt holen, bevor Probleme auftreten. Es darf nicht vergessen werden, dass die Probleme vieler Kunden hausgemacht sind. Die bargeldlose Gesellschaft macht es einem leicht, Geld auszugeben das man gar nicht hat. Ohne Girokonto, kann ich nur das Bezahlen was ich in der Tasche habe.
Zwei Regeln muss man mit eiserner Disziplin einhalten, bevor man in ein Leben ohne Girokonto abrutscht. Erstens, besorgt Euch ein Girokonto das keine monatlichen Gebühren hat. Beispielsweise von der DKB, Netbank oder Norisbank. Zweitens, gebt nur soviel Geld aus wie Ihr habt. Die Bank wird Euch das Girokonto nur wegnehmen, wenn Ihr überschuldet seit, Vereinbarungen nicht einhaltet und zeigt das Ihr nicht vernünftig mit dem Girokonto umgehen könnt. Ist das Girokonto erstmal weg, gerät der Stein ins Rollen. Der Vermieter wird kündigen, wenn die Miete nicht mehr per Überweisung gezahlt werden kann. Ihr müsst alle Verträge für Strom, Gas, Wasser, Telefon, Internet, Heizung usw. ändern, da Ihr nicht mehr per Überweisung bezahlen könnt. Diesen Weg ohne Girokonto will niemand gehen. Es ist immer besser vernünftige Entscheidungen zu treffen, bevor der Schaden entstanden ist. Ohne Girokonto kommt Ihr in der heutigen Gesellschaft unter die Räder. Besorgt Euch deshalb ein Girokonto, dass keine Kosten verursacht und verwendet es ordentlich.